Mit dem Spatenstich startet offiziell der Bau des neuen Ganzjahresbades in Metzingen.
Oberbürgermeisterin Carmen Haberstroh erklärte, dass Pandemie, Ukraine‑Krieg sowie steigende Bau‑ und Zinskosten das Projekt mehrfach prüften. Ein bloßes Weiterführen der alten Bäder war keine Option. Rund 1.000 Menschen, darunter etwa 400 Jugendliche, beteiligten sich an Bürgerdialogen und Werkstätten; insgesamt flossen rund 3.500 Beiträge in die Planung ein. „Dieses Bad ist kein Projekt von oben. Es ist ein Projekt aus der Mitte unserer Stadt. Es ist gemeinsam entstanden und somit ein echtes Bürgerbad“, betonte Haberstroh. Der Beteiligungsprozess wurde von der Landesregierung als Vorbild gewürdigt.
Das neue Bad wird den Standort Metzingen nachhaltig stärken: ein modernes, familienfreundliches Sport‑ und Freizeitbad mit erweiterten Wasserflächen, mehreren Becken, großzügigen Spielbereichen, Ruhezonen, Gastronomie und hochwertigem Saunabereich. "Ein Bad ist weit mehr als ein Gebäude. Es ist ein sozialer Treffpunkt, an dem Menschen zusammenkommen, sich begegnen und Gemeinschaft erleben – generationsübergreifend, barrierefrei und offen für alle“, so die Oberbürgermeisterin.
Nachhaltigkeit steht im Fokus: ein klimaneutrales Energieversorgungskonzept mit Geothermie und Photovoltaik, inklusive der ersten PV‑Freiflächenanlage am Bongertwasen. Das vom Gemeinderat beschlossene Energiekonzept versorgt das Bad vollständig CO₂‑neutral mit erneuerbarer Energie. Alexander Schoch von den Stadtwerken betonte: "Da ein Schwimmbad hohe Anforderungen an die Technik stellt, freut es mich, dass wir hier auf ein zukunftsfähiges, nachhaltiges und völlig ohne fossile Brennstoffe geplantes Energiekonzept setzen.“
Die Stadtwerke setzen das Projekt mit einem kleinen, hochqualifizierten Team von drei bis vier Personen um – ein Aufwand, der neue Maßstäbe setzt. Der Bau wird von einem lokalen Unternehmen als Totalunternehmer realisiert, wodurch das Projekt in der Region verankert bleibt. Insgesamt werden rund 68,8 Millionen Euro investiert. Die Bauarbeiten beginnen im Mai und sollen bis August 2029 abgeschlossen sein. Der Bürgerentscheid zum Standort Bongertwasen erreichte eine Wahlbeteiligung von 47,6 % und eine Zustimmungsquote von 71,4 %.