Kaspar Pfister, Gründer und Inhaber der Mössinger BeneVit-Gruppe, hat kürzlich die Wirtschaftsmedaille des Landes erhalten. Fast zeitgleich haben der Unternehmer und die Stadt Meßstetten im Genehmigungsverfahren einen Durchbruch erzielt: Der Bau des geplantes Sozial- und Gesundheitszentrums "Stambulant" kann 2027 starten.
"Das ist eine großartige Nachricht für Meßstetten und den gesamten Großen Heuberg. Nach all den Jahren des Planens, Kämpfens, Hoffens und leider auch immer wieder Wartens haben wir jetzt eine klare Perspektive: Dieses für unsere Stadt so wichtige Projekt kommt“, erklärt Bürgermeister Frank Schroft. Die ersten Weichen für das Projekt wurden bereits im Frühjahr 2017 gestellt. Damals wandte sich Bürgermeister Frank Schroft persönlich an BeneVit-Gründer Kaspar Pfister und brachte damit eine mögliche Zusammenarbeit und ein entsprechendes Projekt in Meßstetten ins Gespräch. Daraus entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Meßstetten und der BeneVit-Gruppe mit dem gemeinsamen Ziel, ein neues Sozial- und Gesundheitszentrum zu realisieren.
Das Vorhaben wurde seither mehrfach weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Die Stadt hat die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, die Baugenehmigung liegt vor. Zuletzt waren es vor allem die weiterhin fehlenden leistungsrechtlichen Rahmenbedingungen im entsprechenden Bundesgesetz für das von BeneVit entwickelte Pflegekonzept "Stambulant“, die einer Umsetzung des Projekts entgegenstanden.
Das innovative Modell verbindet Elemente ambulanter und stationärer Pflege und soll den Bewohnerinnen und Bewohnern ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Die Vorteile liegen insbesondere in einer individuell gestalteten Versorgung, mehr Selbstbestimmung für die Pflegebedürftigen und einem geringeren finanziellen Eigenanteil. Nach Angaben von BeneVit kann dieser gegenüber der vollstationären Pflege um bis zu 1000 Euro monatlich niedriger ausfallen. Angehörige können sich nach ihren Möglichkeiten einbringen, während eine verlässliche Versorgung rund um die Uhr gewährleistet bleibt. Zugleich werden Pflegefachkräfte entlastet und können sich stärker auf ihre fachlichen Aufgaben konzentrieren. Ebenso reduzieren sich die Kosten der Pflege- und Krankenversicherung um rund 30 Prozent. Angesichts der prekären Kassenlage ein wichtiger Faktor.