Neckar-Alb zeigt Flächenpotenziale und fordert bessere Rahmenbedingungen

Expo Real 2026

von links: Fabian Kolb (Standortagentur Neckar-Alb), Markus Flammer (Wirtschaftsförderung Stadt Reutlingen), Angela Weiskopf (Baubürgermeisterin Stadt Reutlingen), Mike Münzing (Bürgermeister Münsingen), Roland Wintzen (Finanz- und Wirtschaftsbürgermeister Stadt Reutlingen), Heike Bartenbach (Geschäftsführerin Zweckverband Interkommunaler Industrie- und Gewerbepark Zollernalb), Jennifer Muffler (Standortagentur Neckar-Alb), Andreas Hödl (Wirtschaftsförderung Albstadt), Michael Kleiner (Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium), Johannes Schwörer (Präsident IHK Reutlingen), Gunnar Mey (Geschäftsführer Baden-Württemberg International), Mirjam Gegler (Regierungsdirektorin im Wirtschaftsministerium).

Die Standortagentur zieht positive Bilanz: Konkrete Flächenangebote, neue Kontakte und politische Gespräche im Mittelpunkt.

Drei intensive Messetage, zahlreiche neue Kontakte und konkrete Gespräche über Investitions- und Ansiedlungsmöglichkeiten: Die Standortagentur Neckar-Alb zieht eine positive Bilanz der Expo Real 2026 in München. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen und Wirtschaftsförderungen präsentierte sie die Region vom 5. bis 7. Oktober auf dem Gemeinschaftsstand Baden-Württemberg als attraktiven Wirtschafts- und Investitionsstandort.

Im Mittelpunkt standen konkrete Gewerbe- und Entwicklungsflächen aus den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb. Das Angebot reichte vom Interkommunalen Industrie- und Gewerbepark (IIGP) Zollernalb mit knapp 50 Hektar Industriefläche über das neue Industriegebiet West in Münsingen und Gewerbestandorte in Rottenburg und Albstadt bis hin zu urbanen Entwicklungsflächen und Wohnbauprojekten in Reutlingen. Ein wichtiges Instrument bleibt dabei das digitale Flächenportal neckaralb.findyourland.de, das verfügbare Gewerbeflächen und Immobilienangebote aus der gesamten Region bündelt.

Innovative Flächenentwicklung im Zollernalbkreis
Wie regionale Zusammenarbeit und innovative Standortentwicklung in der Praxis gelingen, zeigt der IIGP Zollernalb. Auf der ehemaligen Militärfläche laufen derzeit umfangreiche Bauarbeiten zum Rückbau und zur Erschließung. Künftig soll dort auch ein Roboter zum Einsatz kommen, der den Baufortschritt überwacht. „Mit dem IIGP Zollernalb schaffen wir gemeinsam neue Perspektiven für Unternehmen und Arbeitsplätze in unserer Region“, erklärt Heike Bartenbach, Geschäftsführerin des Zweckverbands. „Wir zeigen, wie sich bestehende Flächen durch interkommunale Zusammenarbeit und innovative Ansätze für eine neue industrielle Nutzung entwickeln lassen. Damit wir diese Potenziale ausschöpfen können, brauchen wir aber auch verlässliche Rahmenbedingungen bei Erschließung, Energieversorgung und Finanzierung.“

Infrastruktur und Energieversorgung als zentrale Standortfaktoren
Neben den Flächenangeboten rückten die Rahmenbedingungen für Investitionen verstärkt in den Fokus. Hohe Erschließungs- und Baukosten, langwierige Verfahren sowie insbesondere die Verfügbarkeit ausreichender Stromkapazitäten und die Möglichkeit eines zeitnahen Netzanschlusses stellen Unternehmen und Projektentwickler zunehmend vor Herausforderungen. Geeignete Flächen allein reichen nicht aus, wenn die erforderliche Infrastruktur nicht rechtzeitig bereitgestellt werden kann. Diese Themen brachte die regionale Delegation auch im Austausch mit Theresa Schopper, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, und Michael Kleiner, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, zur Sprache.

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