Mit einem Festakt wurde am Freitag, 18. September 2026, das neue Rettungszentrum in Altingen offiziell seiner Bestimmung übergeben. In der großen Fahrzeughalle kamen geladene Gäste zusammen, um die Fertigstellung des gemeinsamen Standorts der Feuerwehrabteilung Ammerbuch West und des DRK-Ortsvereins zu feiern.
Bürgermeister Daniel Rudolph begrüßte die Gäste, darunter auch seine Amtsvorgängerin Christel Halm, und blickte auf den Weg zur Verwirklichung des rund sieben Millionen Euro teuren Bauvorhabens zurück. Neben der anspruchsvollen Standortsuche gehörte dazu auch die Zusammenführung der bisherigen Feuerwehrabteilungen Altingen und Reusten. Die Bereitschaft privater Grundstückseigentümer, ihre Flächen zu veräußern, hatte den Neubau schließlich ermöglicht. Rudolph betonte, dass die Investition der Sicherheit der Bevölkerung diene und sich der neue Standort bereits bei ersten Einsätzen bewährt habe.
In den Grußworten stand besonders die Bedeutung des Ehrenamts im Mittelpunkt. Landrat Hendrik Bednarz würdigte die ehrenamtlichen Strukturen im Rettungswesen und die Zusammenarbeit von Feuerwehr und DRK unter einem Dach. Lisa Federle, Präsidentin des DRK-Kreisverbands, hob hervor, dass gute Arbeits- und Einsatzbedingungen zugleich Anerkennung und Motivation für die Engagierten seien und dabei helfen könnten, Nachwuchs zu gewinnen. Abteilungskommandant Markus Epple brachte die Freude über das Erreichte zum Ausdruck. Mit dem Rettungszentrum beginne ein neues Kapitel: Neben modernen Räumen für den Einsatzbetrieb bietet es Platz für Schulungen, Jugendarbeit und gemeinschaftliche Aktivitäten.
Eine besondere Würdigung erhielt Ralf Hörmann, letzter Kommandant der Abteilung Reusten und heute stellvertretender Kommandant der Abteilung Ammerbuch West. Für seine Verdienste um die Zusammenführung der beiden Abteilungen wurde er mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze des Deutschen Feuerwehrverbands ausgezeichnet. Die Ehrung nahm Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Ralf Sauter vor.
Architekt Rainer Streule vom Stuttgarter Büro Drei Architekten bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei Planung und Umsetzung. Zur Übergabe brachte er ein besonderes Geschenk mit: einen Tischkicker für den Jugendraum. Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Segnung durch die Pfarrer Damian Bednarek und Maximilian Schmid-Lorch. Sie verbanden ihren Segen mit dem Wunsch, dass alle Einsatzkräfte von ihren Einsätzen wohlbehalten zurückkehren mögen.
Die Feierlichkeiten wurden am Wochenende fortgesetzt, unter anderem mit einem Festumzug am Samstag sowie Führungen, Schauübungen und Angeboten für Kinder am Sonntag.