"Das ist für uns eine tolle Bestätigung", resümiert Oberbürgermeister Thomas Keck beim Vororttermin in der Fahrradstraße Hindenburgstraße, "es zeigt, dass wir mit unserem Ansatz auf dem richtigen Weg sind". Gute Infrastruktur entstehe nicht nur durch neue Projekte, sondern vor allem auch durch Pflege, Kontrolle und den Blick für die Details im Alltag. Und genau diesen Blick hat Radwegekontrolleur Schirm, wie er an Ort und Stelle demonstrierte. Größere Schäden melde er zwar der Task-Force Radverkehr, berichtet er. Doch mit Kalt- und Gussasphalt, Gasbrenner, Kelle und Stampfer kann er kleineren Schlaglöchern problemlos zu Leibe rücken. Außerdem beseitigt er Unkraut und ausuferndes Gebüsch, tauscht bei Bedarf auch mal ein Schild aus und entfernt Scherben oder anderen Abfall. "Die meisten Radfahrer freuen sich, wenn sie mich sehen", vermittelt er Einblicke in seinen Berufsalltag.
"Mit der Einrichtung der Task- Force Radverkehr haben wir frühzeitig Strukturen geschaffen, um das Thema systematisch und fachlich fundiert voranzubringen", so der Oberbürgermeister. Das Projekt Bike-Safety sei aus diesen Strukturen nicht mehr wegzudenken, denn es zeige, dass sich die Stadt nicht nur um die Planung, sondern auch um die Qualität im Bestand kümmere. Gerade in einem finanziell angespannten Umfeld sei es wichtig, die vorhandene Infrastruktur gut zu erhalten und die vorhandenen Mittel zielgerichtet einzusetzen - "dabei leistet der Radwegekontrolleur einen wichtigen Beitrag", betont Keck.
Deutscher Fahrradpreis
Reutlingen bei "Bike Safety"unter Top 5
Selin Ercan, Task-Force Radverkehr, OB Keck, Andreas Schirm und Frank Bader, Leiter des Amts für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt (v.l.); Bildquelle: Stadt Reutlingen