Die Mobilität der Zukunft ist schon da

Tourtag 1 auf dem „Neckar-Alb Innoway“

Von links: Fabian Kolb, Daniel Rudolph (Bürgermeister Ammerbuch), Mark Passolt (EKPO Fuel Cell Technologies GmbH, Managing Director), Cindy Holmberg, MdL, Jennifer Muffler, Michael Donth, MdB, Thomas Jessulat (Vorsitzender des Vorstands ElringKlinger AG)

Die Mobilität der Zukunft ist schon da

Mit der Kampagne „Neckar-Alb Innoway“ macht die Standortagentur Neckar-Alb sichtbar, welche Technologien und Unternehmen aus der Region bereits heute die Mobilität von morgen ermöglichen. Für den Start sorgte am vergangenen Freitag (11.9.) der offizielle Auftakt, bei dem direkt an der B 27 das Kampagnenmotiv auf 4 mal 5 Metern enthüllt wurde – und seither von mehreren zehntausend Verkehrsteilnehmern jeden Tag gesehen wird. „Mit der Tour durch heimische Betriebe wollen wir jetzt zeigen, was die regionale Wirtschaft in Sachen Mobilität der Zukunft schon leistet“, sagt Jennifer Muffler, Geschäftsführerin der Standortagentur Neckar-Alb. Zudem verbindet die Kampagne die Unternehmen der Region zu einer gemeinsamen Geschichte. „Jede Firma steht für eine eigene Kompetenz und einen konkreten Beitrag zur Mobilität der Zukunft. Im Zusammenspiel wird sichtbar, welche industrielle Stärke und technologische Bandbreite bei uns vorhanden sind“, so Muffler.

Bei der Himmelwerk Hoch- und Mittelfrequenzanlagen GmbH in Tübingen wurde aufgezeigt, welche Rolle Produktionstechnologien auf dem Weg zur Elektromobilität spielen. Das Unternehmen entwickelt induktive Prozesswärmesysteme, mit denen Materialien schnell und punktgenau erhitzt werden können. Die Induktionstechnologie kommt beispielsweise bei der Herstellung der hauchdünnen Folien zum Einsatz, die für Batteriezellen benötigt werden. „Elektromobilität beginnt in der Herstellung ihrer Komponenten. Mit unserer Technologie machen wir die Serienproduktion von Batterien ökologischer und effizienter", erklärt Dr. Andreas Seitzer, Geschäftsführer von Himmelwerk.

Bei der Adelhelm Unternehmensgruppe in Eningen stehen Beschichtungen für die Mobilität der Zukunft im Mittelpunkt. Das Unternehmen veredelt Bauteile mit gezielten Eigenschaften. Das Spektrum reicht von Antihaft- und Gleiteigenschaften über Verschleiß- und Korrosionsschutz bis zur Beständigkeit gegen aggressive Chemikalien und zur elektrischen Isolation. Die Beschichtungen kommen bei Automobilherstellern, Zulieferern und Systemherstellern für Bremsen, Einspritzsysteme und Antriebe zum Einsatz. Auch für die Fertigung von Elektrofahrzeugen bietet Adelhelm Lösungen etwa zur Vermeidung von Kontaminationen in der Batterieproduktion. „Unsere Beschichtungen sorgen dafür, dass sich Bauteile reibungsärmer bewegen, länger halten und vor Korrosion oder Verschleiß geschützt sind. Damit leisten sie einen oft unsichtbaren Beitrag zur Mobilität der Zukunft“, erklärt Bennet Adelhelm, Geschäftsführer der Adelhelm Unternehmensgruppe.

In Dettingen/Erms rückten schließlich zwei Schlüsseltechnologien für emissionsfreie Antriebe in den Mittelpunkt. Die EKPO Fuel Cell Technologies GmbH entwickelt und produziert Brennstoffzellenstacks, die Wasserstoff in elektrische Energie umwandeln und somit hohe Reichweiten sowie kurze Betankungszeiten ermöglichen. Auf der IAA Transportation 2026 präsentierte EKPO gerade die nächste Generation seines Hochleistungs-Brennstoffzellenstacks NM20.
„Mit dem NM20 bringen wir leistungsstarke Brennstoffzellentechnologie einen entscheidenden Schritt näher an den industriellen Einsatz und die Anwendung im Schwerlastverkehr. Aktuell wird der Stack in einen 40-Tonnen-Wasserstoff-Lkw integriert und anschließend im realen Logistikbetrieb erprobt. Unser Ziel ist es, emissionsarme Mobilität auch bei hohen Leistungsanforderungen zu ermöglichen“, erläutert Mark Passolt, Geschäftsführer bei der EKPO.

Die ElringKlinger AG liefert zentrale Komponenten und Technologie für die Elektromobilität. Bereits vor über 20 Jahren begann ElringKlinger mit seinen Aktivitäten im Bereich alternativer Antriebskonzepte und produziert seit 2012 Zellkontaktiersysteme für Batterien in Serie. Zellkontaktiersysteme übernehmen als Schlüsselkomponente moderner Batteriekonzepte die elektrische Kontaktierung und Verschaltung von Batteriezellen. Sie verbinden die einzelnen Batteriezellen elektrisch miteinander, überwachen wichtige Parameter wie Spannung und Temperatur und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit, Effizienz und Leistungsfähigkeit moderner Batteriemodule. Auf hochautomatisierten Produktionslinien entstehen regional produzierte Zellkontaktiersysteme in Serienqualität, deren Auslegung und Fertigung als technologisches Referenzmodell für globale Großserienproduktionen dienen. „Neue Mobilitätstechnologien entfalten ihre Wirkung dann, wenn sie sich zuverlässig und wirtschaftlich in Serie produzieren lassen. Mit unserer Material- und Fertigungskompetenz schaffen wir die Voraussetzungen dafür, innovative Technologien wirtschaftlich in die Serie zu bringen“, so Thomas Jessulat, CEO der ElringKlinger AG.

  

Hintergrund: Die Standortagentur
Die Standortagentur Tübingen – Reutlingen – Zollernalb GmbH hat den Auftrag, die Stärken der Wirtschaftsregion im In- und Ausland zu vermarkten. Ziel ist es, das internationale Wirtschaftsprofil von Neckar-Alb innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart zu stärken und zu zeigen, wie attraktiv die Region als Wirtschaftsstandort ist. Im Vordergrund der Aktivitäten stehen die Schlüsselbranchen Maschinenbau, Handwerk, Automotive / E-Mobilität/ Wasserstoff, Medizintechnik, Technische Textilien, Biotechnologie sowie Künstliche Intelligenz und Handwerk. Der Standortagentur gehören 36 Städte und Gemeinden, die drei Landkreise der Region, der Regionalverband Neckar-Alb sowie die Handwerkskammer Reutlingen und die IHK Reutlingen an.

Ansprechpartner für die Standortagentur
Fabian Kolb, 07121 201-180, kolb@neckaralb.de

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