Wie aus Transformation neue Mobilität wird

Dritter Tourtag auf dem Neckar-Alb Innoway

Von Links: Viktoriya Hagel (Stadt Münsingen), Nicola Gerold (Groll GmbH & Co. KG), Corinna Lettmann (Schöpfer GmbH & Co KG), Thomas Poreski (MdL), Dr.-Ing. Uwe-Peter Weigmann (Wafios AG), Fabian Kolb (Standortagentur Neckar-Alb), Christoph Heise (IHK Reutlingen), Tobias Single (Wafios AG), Martin Bauer (Wafios AG), Haiko Raßweiler (Wafios AG)

Mit der Kampagne Neckar-Alb Innoway macht die Standortagentur Neckar-Alb sichtbar, welche Technologien und Kompetenzen aus der Region bereits heute die Mobilität von morgen ermöglichen. Nach den ersten beiden Tourtagen stand zum Abschluss noch einmal die gesamte Bandbreite des Wandels im Mittelpunkt: von neuen Produktionstechnologien für Elektromotoren über Thermomanagement für elektrifizierte Fahrzeuge bis zum Engineering hochautomatisierter Produktionssysteme.

"Transformation bedeutet für unsere Unternehmen nicht, auf die Zukunft zu warten, sondern neue Technologien zu entwickeln, bestehende Kompetenzen weiterzudenken und sie in die industrielle Anwendung zu bringen“, sagt Jennifer Muffler, Geschäftsführerin der Standortagentur Neckar-Alb. "Auf dem Neckar-Alb Innoway wird genau das greifbar. Wir sehen Unternehmen mit ganz unterschiedlichen Kompetenzen, die alle ihren Teil dazu beitragen, dass neue Mobilität überhaupt möglich wird.“ Bei der WAFIOS AG in Reutlingen zeigte sich, wie sich etablierte Maschinenbaukompetenz mit den Anforderungen der Elektromobilität verbindet. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Maschinen zur Fertigung von Hairpins, Spulen für Axialflussmotoren und Stromschienen. Hairpins aus isoliertem Kupferdraht werden in den Statoren moderner Elektromotoren eingesetzt und beeinflussen deren Leistung und Effizienz. Mit Fertigungssystemen von der Prototypen- und Kleinserienproduktion bis zur Großserie schafft WAFIOS die Voraussetzungen dafür, zentrale Komponenten elektrischer Antriebe effizient und flexibel herzustellen. "Elektromobilität braucht nicht nur neue Fahrzeugkonzepte, sondern auch neue Produktionsverfahren. Unsere Aufgabe ist es, Technologien bereitzustellen, mit denen sich die Komponenten elektrischer Antriebe präzise, flexibel und wirtschaftlich in Serie fertigen lassen“, erklärt Dr. Uwe-Peter Weigmann, Vorstandssprecher bei WAFIOS.

Im Landratsamt Tübingen weitete sich anschließend der Blick von der einzelnen Technologie auf die Transformation der Automobilwirtschaft insgesamt. Landrat Dr. Hendrik Bednarz begrüßte die Tourteilnehmer. Einen Impuls zum Strukturwandel gab die Landesagentur e-mobil BW, die Unternehmen und weitere Akteure bei der Transformation hin zu neuen Mobilitätslösungen begleitet. Elektrifizierung, Wasserstofftechnologien, Digitalisierung und Software verändern Produkte, Produktionsprozesse und Wertschöpfungsketten und stellen damit gerade eine industriell geprägte Region wie Neckar-Alb vor neue Aufgaben und Chancen.

Mit TheSys aus Kirchentellinsfurt wurde im Landratsamt zugleich ein weiteres Unternehmen des Neckar-Alb Innoway vorgestellt. TheSys ist auf Thermomanagement spezialisiert und entwickelt Kühlsystemlösungen für elektrifizierte Fahrzeuge. Gerade bei batterieelektrischen Fahrzeugen und Brennstoffzellenfahrzeugen beeinflusst das intelligente Zusammenspiel von Kühlung und Klimatisierung Reichweite, Effizienz und Komfort. Mithilfe von Simulationen entwickelt TheSys Lösungen vom einzelnen Wärmeübertrager bis zur vernetzten Kühlsystemarchitektur und begleitet diese bis zur Anwendung im Fahrzeug. "Effizientes Thermomanagement ist für die Mobilität der Zukunft ein entscheidender Faktor. Wenn wir Energie- und Wärmeströme im Fahrzeug intelligent aufeinander abstimmen, können wir Reichweite und Effizienz verbessern und gleichzeitig den Komfort erhöhen“, erklärt Dr. Peter Ambros, Geschäftsführender Gesellschafter der TheSys GmbH.

Zum Abschluss führte der Neckar-Alb Innoway zu EBZ nach Ammerbuch. Der Standort ist auf das Engineering von Produktionssystemen spezialisiert und übernimmt unter anderem Fertigungsplanung, Betriebsmittelkonstruktion und Robotersimulation für die Automobilproduktion. Innerhalb der EBZ Gruppe reicht die Kompetenz von Karosseriebau und Montage bis zu hochautomatisierten Produktionssystemen für Batterien. Darüber hinaus entwickelt und fertigt EBZ-Elektrolyseanlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Damit rückt eine weitere entscheidende Seite der Transformation in den Mittelpunkt: Neue Technologien müssen nicht nur entwickelt, sondern auch effizient, flexibel und in industriellem Maßstab produziert werden können. "Transformation bedeutet für uns nicht nur neue Produkte, sondern auch neue Wege, diese zu produzieren. Mit digitaler Planung, Simulation und Künstlicher Intelligenz können wir Produktionskonzepte heute völlig anders entwickeln und absichern als noch vor wenigen Jahren. Diese neuen Möglichkeiten mit unserem langjährigen Engineering-Know-how zu verbinden, ist für uns ein entscheidender Baustein für die Produktion von morgen“, erklärt Ina Lotze, Geschäftsführerin bei EBZ Ammerbuch.

Der dritte Tourtag machte damit noch einmal deutlich, was den Neckar-Alb Innoway auszeichnet: Die Transformation der Mobilität findet auf vielen Ebenen gleichzeitig statt. Sie braucht neue Komponenten und Fertigungstechnologien ebenso wie intelligentes Thermomanagement, digitale Produktionsplanung und den Austausch zwischen Wirtschaft und öffentlichen Akteuren. In Neckar-Alb kommen diese Kompetenzen auf engem Raum zusammen und werden bereits heute in konkrete industrielle Lösungen übersetzt.

Bildunterschriften zum Tourtag 3
01_2026_Standortagentur_Innoway_Wafios: Von Links: Viktoriya Hagel (Stadt Münsingen), Nicola Gerold (Groll GmbH & Co. KG), Corinna Lettmann (Schöpfer GmbH & Co KG), Thomas Poreski (MdL), Dr.-Ing. Uwe-Peter Weigmann (Wafios AG), Fabian Kolb (Standortagentur Neckar-Alb), Christoph Heise (IHK Reutlingen), Tobias Single (Wafios AG), Martin Bauer (Wafios AG), Haiko Raßweiler (Wafios AG)

02_2026_Standortagentur_TheSys: Von Links: Fabian Kolb (Standortagentur Neckar-Alb), Dr. Peter Ambros (TheSys GmbH)

03_2026_Standortagentur_EBZ: Von Links: Fabian Kolb (Standortagentur Neckar-Alb), Ina Lotze (EBZ Ammerbuch GmbH)

Hintergrund: Die Standortagentur
Die Standortagentur Tübingen – Reutlingen – Zollernalb GmbH hat den Auftrag, die Stärken der Wirtschaftsregion im In- und Ausland zu vermarkten. Ziel ist es, das internationale Wirtschaftsprofil von Neckar-Alb innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart zu stärken und zu zeigen, wie attraktiv die Region als Wirtschaftsstandort ist. Im Vordergrund der Aktivitäten stehen die Schlüsselbranchen Maschinenbau, Handwerk, Automotive / E-Mobilität/ Wasserstoff, Medizintechnik, Technische Textilien, Biotechnologie sowie Künstliche Intelligenz und Handwerk. Der Standortagentur gehören 36 Städte und Gemeinden, die drei Landkreise der Region, der Regionalverband Neckar-Alb sowie die Handwerkskammer Reutlingen und die IHK Reutlingen an.

Ansprechpartner für die Standortagentur
Fabian Kolb, 07121 201-180, kolb@neckaralb.de

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